Kann Leon Bailey die Leistungen der letzten Saison bestätigen?

Leon Bailey
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Er war einer der Shooting Stars der vergangenen Saison ­­– Bereits im Winter 2017 wechselte Leon Bailey für 13,5 Millionen Euro von KRC Genk zu Bayer Leverkusen. Doch der absolute Durchbruch gelang ihm dann in der abgelaufenen Spielezeit. Dank seiner überragenden Leistungen (9 Tore und 7 Vorlagen standen am Ende auf dem Scoreboard), wurde er von seine Mitspielern im Rahmen eines VDV-Votings zum Newcomer der Saison gewählt. Mit dem Trainingsbeginn für die neue Saison stellt sich nun die Frage, ob Leon Bailey die Leistungen der letzten Saison bestätigen und sogar noch ein paar Prozente drauflegen kann.

Eine überzeugende erste Bundesliga Saison

In der Tat hat Leon Bailey in seiner ersten kompletten Bundesligasaison eine beeindruckende Duftmarke hinterlassen. Nachdem er am sechsten Spieltag gegen den HSV mit seinen ersten beiden Torvorlagen überzeugen konnte, erzielte er im folgenden Spiel gegen den FC Schalke sein erstes Bundesligator. Im letzten Hinrundenspiel folgte dann gegen Hannover 96 sein erstes Doppelpack. Mit sechs Toren und vier Vorlagen hat der junge Flügelstürmer die in ihn gesteckten Erwartungen bereits nach der Vorrunde mehr als erfüllt. Auch in der zweiten Saisonhälfte war Bailey eine wichtige Stütze in der Elf von Heiko Herrlich und brachte es in seiner ersten gesamten Saison auf 25 Einsätze in der Startelf und 5 Einwechslungen. Die Chancen stehen also nicht schlecht, dass Bailey in der kommenden Saison unter den Topscorern sein wird. Vielleicht sollte man vor dem Bundesligastart noch ein paar Euro auf den Außenstürmer platzieren.

Rasante Marktwertentwicklung noch nicht am Ende

Seine starken Leistungen im Trikot von Bayer Leverkusen wirken sich auch auf seinen Marktwert aus. Das Online-Portal Transfermarkt schätzt den Wert des jungen Flügelstürmers zur Zeit auf etwa 45 Millionen Euro. Ausgehend von 11 Millionen Euro bei seinem Wechsel, hat sich sein Marktwert innerhalb eines Jahres somit mehr als vervierfacht. Dies überrascht in Zeiten von explodierenden Preisen allerdings eher weniger. Potentielle Kandidaten scheint das Preisschild jedenfalls nicht abzuschrecken. Leverkusen dürfte sich diesen Sommer mit einigen Angeboten auseinandersetzen müssen. Denn ob Deutschland, England, Italien, Spanien oder Frankreich, die besten Mannschaften aus den europäischen Topligen, haben den Namen Leon Bailey bereits auf ihrem Einkaufszettel stehen.

Starke Leistungen wecken Interesse anderer Clubs

Die überzeugenden Auftritte für Bayer Leverkusen haben das Interesse internationaler Topclubs geweckt. Auch der deutsche Branchenprimus Bayern München hat angeblich schon seine Fühler nach dem jungen Jamaikaner ausgestreckt und bereitet nach Medienberichten eine 60-Millionen Offerte vor. Auch im Ausland ist der Edeltechniker in den Fokus der Top-Mannschaften gerückt. Insbesondere in britischen Premier League erhofft man sich nach Kevin de Bruyne, Roberto Firmino oder Leroy Sane den nächsten starken Flügelstürmer aus der Bundesliga auf die Insel lotsen zu können. Trotz der zahlreichen Avancen scheint es allerdings, als bleibe der Jamaikaner den Leverkusener noch eine Weile erhalten.

Bayern Leverkusen als perfekter Zwischenschritt?

Darauf lassen zumindest seine bodenständigen Aussagen zu dem Thema schließen. Zu seiner Zukunft äußert sich der junge Flügelstürmer dementsprechend realistisch: „Ich bin jung und ich habe viele junge Spieler gesehen, die zu früh einen zu großen Schritt gemacht haben und gescheitert sind. Leverkusen ist für mich perfekt“. In Zeiten von erzwungenen Wechseln und Spielerstreiks klingen diese Aussagen wohl überlegt. Doch eines ist klar, sollte Leon Bailey seine Leistungen bestätigen können, wird er früher oder später zu einem der europäischen Topadressen wechseln. Denn die Chancen mit auf einen Meistertitel in der Bundesliga sind aktuellen Quoten von Betway zufolge mit 67,00 (Stand 26.07.) mehr als gering – und daran dürfte sich, nicht zuletzt wegen der Überlegenheit der Bayern in der Bundesliga, vorerst nichts ändern.

Transfermarkt: Leon Bailey spricht von Abschied aus Leverkusen | SPORT1 TRANSFERTMARKT

Die Nationalmannschaftskarriere ist noch nicht geklärt

Da Leon Bailey noch kein A-Länderspiel bestritten hat, können sich gleich mehrere Bundestrainer Hoffnung auf den flinken Außenstürmer machen. Zwar hat der in Kingston geborene Bailey die U-Mannschaften des jamaikanischen Fußballverbandes durchlaufen und im Jahr 2015 ein Länderspiel für U23 Jamaikas bestritten, allerdings könnte er auch für die englische oder belgische Nationalmannschaft auflaufen. Beide Großeltern von Bailey besitzen angeblich einen britischen Pass, was die Three Lions dazu brachte, sich im Vorfeld der WM intensiv mit dem Außenbahnspieler zu beschäftigen. Auch die hochtalentierte Auswahl von Belgien kann sich berechtigte Hoffnung machen, dass Bailey sich für die Roten Teufel entscheidet. Ob Belgien oder England, die Chancen auf einen Titel mit der Nationalmannschaft scheinen mit diesen beiden Nationen weitaus realistischer, als mit der jamaikanischen Auswahl.

Leon Bailey muss sich beweisen

Bevor sich Leon Bailey allerdings für eine Nationalmannschaft entscheidet, muss er erst mal seine Form aus der letzten Saison bestätigen. Los geht es am 18. August im DFB Pokal gegen Pforzheim. Allerdings scheint seine Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen, sodass man davon ausgehen kann, dass er auch in der kommenden Spielzeit einer der interessantesten Flügelstürmer der Liga sein wird. Trainer Heiko Herrlich hat schon durchblicken lassen, dass der junge Außenbahnspieler in der anstehenden Saison mehr Verantwortung in der Offensive übernehmen wird. Leverkusen und Bailey – eine Entwicklung die es im Auge zu behalten gilt.

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